Tag der Geomatik

13. November 2019




Unseren Lebensraum erfassen, analysieren und gestalten – Einblick in die Welt der Geomatik


Der fünfte «Tag der Geomatik» findet statt am

13. November 2019 im Kongresshaus in Aarau

Der Tag der Geomatik gibt einen Einblick in die Vielseitigkeit des Fachgebietes der Geomatik und wird von der FHNW und der ETH Zürich gemeinsam organisiert. Wie wird unser Lebensraum erfasst? Was lernen wir aus den gewonnen raumbezogenen Daten? Und inwiefern ermöglichen uns diese Daten die nachhaltige Gestaltung unseres zukünftigen Lebensraumes?

In 45-minütigen interaktiven Modulen lernen Schülerinnen und Schüler Aspekte der Geomatik kennen, welche auch im Alltag relevant sind und Anknüpfungspunkte an den Unterricht in Geografie, Informatik, Physik oder Mathematik bieten wie beispielsweise Karten, räumliche Orientierung, Programmierung und Augmented oder Virtual Reality. Der Tag der Geomatik richtet sich an Sekundarschulen, Gymnasien, Kantons- und Berufsschulen.

Alle interessierten Personen sind herzlich eingeladen, den zusätzlichen Ausstellungsbereich mit Informationsständen und Mitmach-Aktivitäten rund um die Geomatik zu entdecken. Der diesjährige Tag der Geomatik findet im Rahmen des 200-Jahre Jubiläums der Firma Kern (heute Leica Geosystems) in Aarau statt. Das Programm wird deshalb durch fachbezogene Angebote der Leica Geosystems und des Stadtmuseums Aarau ergänzt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Das detaillierte Programm und die Online-Anmeldung für Schulklassen werden ab Mitte August aufgeschaltet. Für weitere Informationen: geomatik.habg@fhnw.ch

Wir freuen uns auf Sie!

Module

Verlieren wir künftig die räumliche Orientierung?

Modulbeschreibung:

Die Schweizerinnen und Schweizer sind Pendelweltmeister. Täglich pendeln wir mit dem priva-ten oder öffentlichen Verkehr zwischen Wohnort und Arbeit. Wir lassen uns dabei führen und navigieren. Am Zielort nutzen wir dann Rolltreppen oder Lifte um zwischen den Stockwerken zu wechseln. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass viele Pendelnde den Weg zur Arbeit nicht mehr finden, wenn die fremdgesteuerten Verkehrsmittel und Navigationshilfen einmal nicht zur Verfügung stehen. Durch das Aufkommen von selbstfahrenden Fahrzeugen wird die Autopilotierung im Personenverkehr noch zunehmen. Verliert die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer künftig zunehmend die räumliche Orientierung? Ein Mobilitätsparcours auf dem Campus Hönggerberg stellt dich vor knifflige Aufgaben und testet deine räumliche Wahrnehmung und Orientierung. Die Aufgaben werden gemeinsam ausgewertet und dein persönliches Profile daraus extrahiert.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler verstehen und nutzen fachspezifische Grundbegriffe, Konzepte und Fehler kognitiver Karten. Sie lernen Distanzen und Himmelsrichtungen im geographischen Raum zu schätzen und vergleichen und müssen dazu mit mit mobilen Kar-tenapps analysieren und navigieren und sich im Gelände zurecht zu finden. Die Schülerinnen und Schüler werden sich durch die Auseinandersetzung mit der persönlichen räumlichen Wahrnehmung des Problems der Autopilotierung bewusst und reflektieren die persönliche Mobilität (Transportmittelnutzung) im Hinblick auf das räumliche Wahrnehmungsvermögen.

Hilfsmittel:

Eigenes Smartphone (Akku mind. 50% voll) und 20MB mobilen Daten.

Schweizer Weltatlas ‒ Wieviel Geomatik steckt in einer Karte?

Modulbeschreibung:

Der Schweizer Weltatlas hat mit seiner umfangreichen Sammlung von Karten und kartenverwandten Illustrationen schon Generationen von Schülerinnen und Schülern während ihrer geografischen Aus-bil-dung begleitet. Doch was ist eine Karte überhaupt? Welche Grundlagedaten braucht es dazu? Und wie werden diese verarbeitet und gestaltet? Der Entstehungsprozess einer Karte wird in vier Schritten aufgezeigt: (1) Die Kartenkonzeption um-fasst planerische Überlegungen zu didaktischen Zielen, zum notwendigen Inhalt und zum methodi-schen Vor-gehen. (2) Geeignete Grundlagedaten sowohl für die Basiskarte als auch für den themati-schen Inhalt werden zusammengesucht, ausgewählt und aufbereitet. (3) Im kartografischen Gestal-tungsprozess werden die ausgewählten Kartenobjekte für den festgelegten Massstab generalisiert und mit ihren gra-fischen Ausprägungen symbolisiert. Ergänzt wird das Kartenbild mit wichtigen Zu-sätzen wie Kartentext, Legende und weiteren orientierenden Angaben. (4) Schliesslich muss die er-reichte Kartenkonstruktion auf ihre Lesbarkeit und visuelle Verständlichkeit hin kritisch hinterfragt wer-den. Mit sich wiederholenden Verfahrensschritten wird sodann die beabsichtigte Aussagekraft verbes-sert.

Lernziele:

Die Schülerinnen und Schüler begreifen die Karte als bildhaftes, abstraktes, generalisiertes und sym-bolisiertes Modell der Realität und entdecken sie als thematische und geometrische Konstruktion. Sie erkennen den Prozess der kartografischen Visualisierung als Teil der Geomatik. Und sie lernen zu-dem wichtige fachspezifische Grundbegriffe und Prinzipien der Kartografie kennen.

Hilfsmittel:

Atlanten werden zur Verfügung gestellt.

Ausstellung (inkl. GeoLab & Stadtmuseum Aarau)

Digital Reality

Tauchen Sie mit unserem VR-Equipment in eine real existierende ägyptische Grabanlage aus Luxor ein, die von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern mit Laserscanner und Kameras digitalisiert wurde.

Livemap Switzerland

Ein Luftbildteppich der Schweiz wird mit verschiedenen Echtzeit-Informationen erweitert. So ist es Beispielsweise möglich mit dem Smartphone, Orte auf dem Teppich zu suchen oder Flugzeuge auf ihrem Weg über die Schweiz ein Stück zu begleiten.

Geomatik in der Leichtathletik

In der Leichtathletik müssen Wettkampfresultate im Interesse der Wettkämpfer, Kampfrichter und der Zuschauer genau, zuverlässig und schnell bestimmt werden. Die Geomatik hilft dabei diese Distanzen hochgenau zu messen. Probiere es aus!

3D Gesichtsscan

Lassen Sie uns in wenigen Minuten ihr Gesicht scannen und in einem Modell im Computer nachbilden. Dieses 3D-Modell kann dann mit einem PDF-Viewer von allen Seiten betrachtet werden.

Auf der Suche nach dem Mikrometer

In vielen industriellen Fertigungsprozessen, aber auch in der Medizin, in der Forensik und in anderen Anwendungsfeldern muss man manchmal sehr kleine Formunterschiede erkennen oder nachweisen. Erleben Sie an diesem Stand, mit welchen Technologien das möglich ist.

Verkehr und Transport

Einblick in die aktuelle Forschung am Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme

Geodäsie aus dem Weltraum

Wie bestimmt man eigentlich die Form der Erde? Wie weiss man so genau, wo die Satelliten fliegen? Ein kleiner Einblick in die Welt der geodätischen Weltraumforschung

Studium und Beruf

Lernen Sie das Ausbildungsangebot in der Geomatik kennen